Anthea

eine Streetfoodthursdaypowerfrau. Jung, attraktiv, lustig und ein bisschen irre. Fotografin. Trinkt mit jugendlicher Eleganz.

Wein war schon immer da, schon lange vor mir. 

Meine Mutter und mein Vater hatten eine Weinhandlung in Schöneberg, in der ich aufgewachsen bin. Alle meine Kindheitszeichnungen befinden sich mit Edding gemalt auf der Rückseite von Flaschenetiketten, meine Lieblingsspiele waren Flaschen abstauben mit dem regenbogenfarbenen Staubpuschel, etikettieren mit dem quitschigen Schwammkissen und die unfassbar mysteriöse Standkorkmaschine im kühlen Keller dieses wunderbaren Ortes mit dem Sternparkett-Boden. 

Besonders weit weg vom Wein habe ich mich dann auch nie bewegt, trotz Teenager-Verirrungen mit schlechtem Wodka und Erdbeerperlwein, war ich schon mit 16 der Snob, der zu jeder Party seine eigene Weinflasche dabei hatte, als Gastgeschenk getarnt natürlich.

Auch wenn ich jetzt hauptberuflich als Fotografin unterwegs bin, kann ich mich von der Welt des Weines und dem Geruch von Weinkellern nicht so ganz verabschieden und stehe immer Donnerstags, neben meiner Mutter, am Stand der Weinhandlung Suff in der Markthalle Neun, um die Massen ihrem Wein-Glück ein wenig näher zu bringen.

Meine persönliche Weinleidenschaft liegt seit jeher bei deutschen und österreichischen Weißen, und ganz im Gegensatz zum Geschmack meiner Mutter, können die mir kaum üppig genug sein.